Donnerstag, 20. März 2008

Flamed Sambuca und andere russische Köstlichkeiten

Wie einige ja schon spekuliert haben: ja, ich hab gestern ein bisschen Party gemacht und konnte deshalb leider nicht an meinem Blog schreiben ;-)
Ich hatte ja endlos nach Opfern bei Kaspersky gesucht, die mit mir zusammen das Moskauer Nachtleben unsicher machen wollen - und gestern sind mein Kollege Viggy, unser Chef Alexey und ich zusammen losgezogen, endlich! Davor haben wir allerdings noch bei Kaspersky die Hochzeit eines Kollegen gefeiert.
Dabei habe ich eine interessante Sorte Bier kennengelernt: Die Kollegen waren sich unsicher, ob das Bier direkt im Supermarkt gebraut oder nur dort gelagert wird, aber jedenfalls kann man besagtem Supermarkt in unserer Nähe frisches Bier kaufen, das einem dann live in braune PET-Flaschen abgefüllt wird... Da das Bier angeblich frei von Konservierungsstoffen ist, muss man es dann - ein Schelm, wer sich böses dabei denkt - umgehend konsumieren...
Hat mich jetzt geschmacklich nicht vom Hocker gehauen, ist allerdings gewissen Ingolstädter Brauereien meiner Meinung nach haushoch überlegen!
Danach sind wir dann zum Kult Club gefahren, wo wir uns einen sehr gemütlichen Abend gemacht haben, und ich habe natürlich weitere Geheimnisse über russische Trinksitten vermittelt bekommen - exklusiv für euch habe ich die russische Standardvariante des Sambuca-Trinkens visuell aufgezeichnet!


Viggy übertreibt am Ende allerdings etwas mit dem Inhalieren, muss man dazusagen... Ich hab das richtig gemacht, kurz und schmerzlos... äh, naja vielleicht ist Viggys Methode im Hinblick auf den nächsten Morgen doch vorteilhafter... Hinterher weiß man immer mehr :-)

Die "Advanced Version", von der er spricht, habe ich dann auch noch bekommen, ich verrate allerdings nicht, wie die funktioniert - aber zurück in Deutschland werde ich das natürlich demonstrieren! Ich glaub aber, dass meine Vorhänge nicht feuerresistent sind, wenn sich also jemand bereit erklärt, sein trautes Heim zur Verfügung zu stellen...!? Voraussetzung ist allerdings, dass ich bis dahin meine neuerworbene Aversion gegen Sambuca wieder abgelegt habe!

Denn nachdem der nette Barkeeper hörte, dass ich aus good ol' Germany komme, hat er uns zuliebe gleich mal die richtig großen Schapsgläser rausgekramt... argh.
Überflüssig zu sagen, dass ich heute morgen nciht in Topform war.
Schalfen konnte ich netterweise bei Vinny, da der doofe Zug ja nicht besonders lange fährt, und ich deswegen einige Probleme bei der Heimreise bekommen hätte - wobei, das Office steht ja jederzeit offen, ich wäre angeblich nicht der erste, der da übernachtet ;-)
Jedenfalls war diese blöde Metro heute mit 100% Sicherheit deutlich lauter als sonst - und ich bin mir sicher, dass Experimente an den Wellenlängen der Töne vorgenommen wurden, jedenfalls bohrten sie sich heute früh besonders tief in meinen Kopf...

Da die Kollegen aber entsprechende Anblicke offenbar schon recht gewöhnt sind, ist der Arbeitstag eigentlich ganz normal verlaufen, insbesondere nach dem lang ersehnten Mittagsmahl in unserer fürstlichen Cantina... Ich bin ganz stolz auf mich, wann immer es etwas russisches gibt, lasse ich Kartoffelpüree und anderen Fast-Food links liegen und übe mich in kulinarischer Assimilation - Borschtsch habe ich aber bisher noch nicht bekommen, und Pelmeni muss es jetzt nicht unbedingt sein, aber abgesehen davon ist uns russisches Essen eigentlich näher als ich ursprünglich gefürchtet angenommen hatte!

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