Hurra, heute hab ich es endlich einmal geschafft, mir meine Registrierung abzuholen... Grundsätzlich muss man sich ja innerhalb von drei Tagen nach der Anreise in Moskau offiziell registrieren - wenn man sonst von der Polizei erwischt wird, muss man entweder Trinkgeld geben oder die offizielle Strafe in Höhe von 2000 - 5000 Rubel bezahlen. Aber wie gesagt, ich habe es ja endlich geschafft und schleppe jetzt zusätzlich zu Reisepass und Migrationskarte ein weiteres Dokument mit mir herum.
Zu diesem Zweck bin ich dann heute früh erst mal nicht direkt in die Arbeit, sondern ins Stadtzentrum gefahren - wow, war nicht schlecht was los in der Metro! Ich musste dann ca. 10 Minuten zu Fuß gehen, und unterwegs kam ich an einer Art Theater oder so vorbei - jedenfalls parken da immer ziemliche Nobelschlitten vor dem Gebäude...
Aber
Mercedes CLS sieht man sogar in Moskau nicht sehr oft - und dann auch noch schön verschlimmbessert mit Heckspoiler und Kühlergrill, autsch...

Wenn man so ein Auto fährt (oder vermutlich fahren lässt), dann will man natürlich nicht, dass der Pöbel einem die schöne Lederausstattung ruiniert - die Bodyguards mussten also konsequenterweise in einem eigenen Auto fahren. Könnte sein, dass sie das ganz gut verschmerzt haben, schließlich durften sie im Porsche Cayenne hinterherzuckeln...

In welchem dieser beiden Autos die Bodyguards mitreisen, würde mich auch noch interessieren - zumindest das hintere Auto sehe ich nur manchmal, wenn ich zur Arbeit gehe, es scheint also wenigstens bedingt fahrtauglich zu sein. Auf jeden Fall lerne ich hier was für's Leben - wenn kein Gepäckträger zur Hand ist, schraube man sich auf sein Automobil einfach eine handelsübliche Palette, und dem Transport des Großeinkaufs steht nichts mehr im Wege!

Außerdem heute gelernt: selektives Verwenden von Reinigungsmitteln nur an unbedingt notwendigen Stellen minimiert den Säuberungsaufwand dramatisch - und die doofe Kiste wird früher oder später ja eh wieder dreckig!
Und der sparsame Einsatz von chemischen Substanzen ist ja schließlich auch aktiv betriebener Umweltschutz, und der wird hier ja
groß geschrieben. Und nur weil sich ein paar Tauben nicht um den Denkmalschutz kümmern, musste diese ehrwürdige Kirche frisch renoviert werden, so dass sie jetzt in frischem Glanz erstrahlt:

Nun, auch wenn sich für den Laien die Ergebnisse auf den ersten Blick (und den zweiten und dritten...) im Rahmen halten mögen - wenigstens wurde die Kirche einige Wochen rundum eingerüstet und so effektiv vor aggressiven Tauben-Hinterlassenschaften beschützt! Außerdem, der gute Wille war ja zumindest im Ansatz vorhanden - und ganz ehrlich, ein wenig rustikalen Charme versprüht das Gemäuer doch so auch, oder!?
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