Wow, ein ganzes Wochenende voller Kultur liegt hinter mir, und ich bin total platt - Bildung ist halt kein Zuckerschlecken!
Gestern mittag bin ich zunächst einmal in Richtung Roter Platz gefahren, und bin wegen dem tollen Wetter entlang der Moskwa gegangen... War wirklich toll, es war praktisch kein Wölkchen am Himmel zu sehen, und entsprechend war es auch richtig voll am Roten Platz. Also schlechte Chancen, um Lenin anzugucken, der aber eh komische Öffnungszeiten hat - ab 13 Uhr ist nämlich Mittagsruhe, und dann bleibt der Laden dicht, er ist ja schließlich nicht mehr der Jüngste.
Pech für die Hochzeitsgesellschaft, die bestimmt extra wegen ihm zum Roten Platz gefahren ist... Dabei mussten sie mit Sicherheit ewig suchen, bis sie endlich einen Parkplatz gefunden haben:
Und bis dann alle Leute wieder eingestiegen sind! Zum Glück muss der Fahrer hierzulande nicht auch noch darauf achten, dass alle Leute angeschnallt sind...
Ich bin dann ein ganzes Stück an der Moskwa entlang gegangen und habe viele tolle Fotos gemacht *mitdemZaunpfahlwink*, bis ich dann nach einem kleinen unfreiwilligen Unweg zur Zweigstelle für moderne Kunst der Tretjakow-Galerie gekommen bin. Das Gebäude ist umgeben von einem Park, in dem wetterfeste Skulpturen untergebracht sind (und solche, die man seinen Gästen nicht unbedingt zeigen will, zum Beispiel Stalin-Statuen). Um allerdings den Garten betreten zu können, muss man erst mal Eintritt zahlen, allerdings nur 20 Rubel, umgerechnet ca 50 Cent, also sehr überschaubar.Als ich jedoch die Dame an der Kasse freundlich darauf hingewiesen habe, dass die 50 Rubel Rückgeld und die Eintrittskarte für 20 Rubel nicht ganz dem Gegenwert meiner 100-Rubel-Note entsprächen, mit der ich bezahlt hatte, habe ich sehr schnell begriffen, dass ich es mit einer Veteranin des sowjetischen Dienstleistungssektor zu tun hatte. Nachdem ich ihre Beschimpfungen einfach nicht verstehen wollte, habe ich dann unter lauten Flüchen eine weitere ganze sowie eine halbe Eintrittskarte im Wert von 20 Rubel erhalten. Vor so viel Einfallsreichtum (und weil ich so lachen musste), habe ich dann doch den Hut gezogen und habe dafür auf allen Wegen für 2,5 Personen gestampft, um meinen Eintritt wieder wettzumachen.
Aber abgesehen von dieser kleinen erheiternden Episode war ich wirklich begeistert von der Tretjakow-Galerie für moderne Kunst - sowohl der Skulpturenpark als auch die Ausstellung im Gebäude selbst ist wirklich sehr empfehlenswert, wer in Moskau ist und Zeit hat, sollte sich die Ausstellung auf keinen Fall entgehen lassen!
Nach der Tretjakow-Galerie war ich dann noch mit zwei Russen bei der Lomonosow-Universität - die ist in einer der "Sieben Schwestern" untergebracht, den Stalin'schen Monumentalwolkenkratzern, von denen ich bereits früher geschrieben hatte. Das Gebäude ist wirklich sehr beeindruckend, wahnsinnig groß und auch sehr düster...
Allerdings liegt die Lomonosow-Universität auf einer Erhebung, und vom sogenannten Sperlings-Hügel hat man einen tollen Blick auf ganz Moskau. Ich habe ein paar Fotos gemacht; nachdem es aber schon Nacht war, sind die wahrscheinlich nicht sehr beeindruckend geworden :-(
Heute war ich dann außerdem noch im Park Pobedy, wo neben einer ausgedehnten Parkanlage auch noch ein Monument zu Ehren der Gefallen des "Großen Vaterländischen Krieges" (2. Weltkrieg) sowie ein Armeemuseum untergebracht sind.
Da das Wetter auch heute wundervoll war, hat sich das Monument natürlich in seiner ganzen Pracht dargelegt - außerdem gab es im Park auch noch ein Freilichtmuseum, in dem Waffen und Fahrzeuge vor allem der sowjetischen Armee ausgestellt sind. Die Museen fand ich jetzt persönlich nicht besonders gut; allerdings kommt gerade in den Ausstellungen über den Zweiten Weltkrieg Deutschland verständlicherweise nicht besonders gut weg - zweifelsohne zu Recht, allerdings kommt noch ein extremer patriotischer Pathos in den Schilderungen dazu, und meiner Meinung nach ist die Bezeichnung "Museum" unangemessen. Aber gut, es ist ja schließlich ein Monument für die russische Armee mit eingebautem Museum, von dem her sind die sehr emotionalen Texte verständlich.
Sehr geschickt übrigens die Taktik der russischen Armee, ausrangierte Panzer als Klettergerüst zur Verfügung zu stellen:
Die lieben kleinen lernen dann sehr schnell, mit ungebetenen Gästen umzugehen:
Und das alles nur, weil ich versucht habe, mir einen kleinen Waggon auszuleihen.

Gestern mittag bin ich zunächst einmal in Richtung Roter Platz gefahren, und bin wegen dem tollen Wetter entlang der Moskwa gegangen... War wirklich toll, es war praktisch kein Wölkchen am Himmel zu sehen, und entsprechend war es auch richtig voll am Roten Platz. Also schlechte Chancen, um Lenin anzugucken, der aber eh komische Öffnungszeiten hat - ab 13 Uhr ist nämlich Mittagsruhe, und dann bleibt der Laden dicht, er ist ja schließlich nicht mehr der Jüngste.
Pech für die Hochzeitsgesellschaft, die bestimmt extra wegen ihm zum Roten Platz gefahren ist... Dabei mussten sie mit Sicherheit ewig suchen, bis sie endlich einen Parkplatz gefunden haben:
Ich bin dann ein ganzes Stück an der Moskwa entlang gegangen und habe viele tolle Fotos gemacht *mitdemZaunpfahlwink*, bis ich dann nach einem kleinen unfreiwilligen Unweg zur Zweigstelle für moderne Kunst der Tretjakow-Galerie gekommen bin. Das Gebäude ist umgeben von einem Park, in dem wetterfeste Skulpturen untergebracht sind (und solche, die man seinen Gästen nicht unbedingt zeigen will, zum Beispiel Stalin-Statuen). Um allerdings den Garten betreten zu können, muss man erst mal Eintritt zahlen, allerdings nur 20 Rubel, umgerechnet ca 50 Cent, also sehr überschaubar.Als ich jedoch die Dame an der Kasse freundlich darauf hingewiesen habe, dass die 50 Rubel Rückgeld und die Eintrittskarte für 20 Rubel nicht ganz dem Gegenwert meiner 100-Rubel-Note entsprächen, mit der ich bezahlt hatte, habe ich sehr schnell begriffen, dass ich es mit einer Veteranin des sowjetischen Dienstleistungssektor zu tun hatte. Nachdem ich ihre Beschimpfungen einfach nicht verstehen wollte, habe ich dann unter lauten Flüchen eine weitere ganze sowie eine halbe Eintrittskarte im Wert von 20 Rubel erhalten. Vor so viel Einfallsreichtum (und weil ich so lachen musste), habe ich dann doch den Hut gezogen und habe dafür auf allen Wegen für 2,5 Personen gestampft, um meinen Eintritt wieder wettzumachen.
Nach der Tretjakow-Galerie war ich dann noch mit zwei Russen bei der Lomonosow-Universität - die ist in einer der "Sieben Schwestern" untergebracht, den Stalin'schen Monumentalwolkenkratzern, von denen ich bereits früher geschrieben hatte. Das Gebäude ist wirklich sehr beeindruckend, wahnsinnig groß und auch sehr düster...
Allerdings liegt die Lomonosow-Universität auf einer Erhebung, und vom sogenannten Sperlings-Hügel hat man einen tollen Blick auf ganz Moskau. Ich habe ein paar Fotos gemacht; nachdem es aber schon Nacht war, sind die wahrscheinlich nicht sehr beeindruckend geworden :-(
Heute war ich dann außerdem noch im Park Pobedy, wo neben einer ausgedehnten Parkanlage auch noch ein Monument zu Ehren der Gefallen des "Großen Vaterländischen Krieges" (2. Weltkrieg) sowie ein Armeemuseum untergebracht sind.
Sehr geschickt übrigens die Taktik der russischen Armee, ausrangierte Panzer als Klettergerüst zur Verfügung zu stellen:
